Wat Arun - Bangkok

Der Wat Arun am Ufer eines Flusses untertags.

Der Wat Arun, auch bekannt als Tempel der Morgenröte, befindet sich am Ufer des Chao Phraya Flusses und zählt zu den eindrucksvollsten Anlagen ganz Bangkoks. Namensgebend war der, aus der indischen Mythologie stammende Aruna, Gott der Morgenröte. Anders als man vielleicht durch seine Bezeichnung annimmt, entfaltet der Tempel jedoch erst bei Sonnenuntergang seine ganze Schönheit und lockt zahlreiche Besucher auf die Dachterrassen der umliegenden Bars.

Wir entschieden uns allerdings den Tempel untertags zu besuchen, da dieser vom Königspalast, dem wir am Vormittag einen Besuch abgestattet hatten, nur einen Katzensprung entfernt liegt. Vom Grand Palace kommend, steuerten wir die nächste Bootsanlegestelle an, denn wir mussten zunächst den Fluss Chao Phraya überqueren. Wir erwarben für ein paar Baht Tickets und warteten auf die nächste Fähre. Die genauen Anlegestellen und Fahrzeiten könnt ihr hier finden.

Boot untertags auf den Fluss Chao Phraya mit den Wat Arun im Hintergrund.

Am anderen Ufer angelangt spazierten wir zum Eingang des Tempels und kauften uns zwei Tickets für je 50 Baht (~ 1,50 €). Die Anlage hat täglich von 08:00 - 17:30 Uhr geöffnet. Darüber hinaus sollten ein paar Kleiderregeln eingehalten werden. Kurze Hosen, bauch- und schulterfreie Oberteile oder knappe Kleider sollten aus Respekt vor der Kultur lieber im Schrank bleiben.

Vom Eingang kommend erreicht ihr nach ein paar Metern den zentralen Turm, auch bekannt als Phra Prang, der den Mittelpunkt der Anlage bildet. Dieser unterscheidet sich stark von den restlichen Bauwerken in Bangkok. Hervorgehoben wird dies vor allem durch unzählige Mosaike mit bunten Blumen- und Rankenmustern. Der circa 70 Meter hohe und im Durchmesser 234 Meter breite Tempelturm ist in vier Ebenen unterteilt. Von allen vier Seiten führen Treppen auf die jeweils nächste Ebene. Am untersten Plateau befinden sich vier kleine Prangs, die dem Windgott Phra Phai gewidmet sind. Die nächste Plattform wird von Dämonen getragen, die dritte von Affen und die oberste Ebene wird von Devatas, also Himmelswesen gestützt. Des Weiteren symbolisiert der Prang den Weltenberg Meru, der sich aus dem Meer aufrichtete und dessen Spitze der Hindu-Gott Indra schmückt.

Opfergabe in Form eines Blumenkranzes auf den Gelände des Wat Arun.

Der Tempel an sich kann bereits eine lange Geschichte vorweisen. Er wurde erbaut, als Ayutthaya noch die Hauptstadt von Thailand war, nach dessen Zerstörung übernahm Thonburi, das jetzige Bangkok diesen Titel. Als der Bau für den Palast des Königs Taksin im Jahre 1768 begann, schloss dieses Bauvorhaben auch den Wat Arun mit ein, der damals noch unter Wat Makok bekannt war. Darüber hinaus war der berühmte Smaragd-Buddha in dieser Anlage einige Jahre untergebracht, bevor er zum Wat Phra Kaeo wechselte.

Nach unzähligen Treppenstufen, schließlich mussten wir die vier Ebenen auf jeden Fall erkunden, entspannten wir einige Zeit im Schatten, bestaunten die Gebäude und beobachteten die vorbeiziehenden Besucher. Einige hatten mit den Treppen durchaus zu kämpfen, denn die Stufen führen steil hinauf und bei der drückenden Hitze der Mittagssonne mussten so manche Federn lassen. Für uns ging es anschließend mit einem Boot zurück zu unserem Hotel. Am nächsten Tag wollten wir noch den Golden Mount erklimmen, bevor die Tage in Bangkok schon wieder gezählt waren.




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