SERVUS & HABEDERE


Lui, Beppo und unser VW Bus am Strand mit Meer im Hintergrund.

roasn [bairisch | Aussprache: rsn | Bedeutung: reisen, eine Reise unternehmen] und wir sind die Reisenden, Lui und Beppo! 2020 haben wir den Entschluss gefasst eine Weltreise zu starten und in diesem Zuge einen Blog über unsere Erfahrungen zu erstellen. Das brachte zunächst viel Arbeit und lange Abende vorm PC mit sich. Einerseits mussten wir die vergangen Routen rekonstruieren, alte Fotos bearbeiten und die Abenteuer auf Papier bringen, anderseits die künftigen Reisen planen. Bedingt durch Corona benötigten wir neben der vielen Arbeit durch den Blog, den wir parallel zu unseren Vollzeitjobs aufbauten, außerdem noch einen langen Atem und Geduld, da das Reisen auf unbestimmte Zeit eingeschränkt war. Doch trotz der pandemiebedingten Ungewissheit, wann wir mit unserem großen Trip starten konnten, hatten wir stets das Ziel dieses Blogs vor Augen: "Unsere Erfahrungen, Reiseziele, Inspirationen und natürlichen die wichtigsten Informationen zur Reiseplanung für euch strukturiert und detailliert zur Verfügung zu stellen, damit auch ihr unvergessliche Abenteuer erleben könnt!" Mit diesem Vorsatz ließen wir unsere Heimat, das beschauliche Niederbayern hinter uns und roasn jetzt durch die Welt, sei dabei!


BEPPO


 Sommerferien als Kind, ein Traum. Mit meiner Familie ging es immer für 2 - 3 Wochen mit unserem VW-Bus nach Italien oder Kroatien. Während meines Studium habe ich das Reisen schon fast abgehakt. Ich dachte, ich könnte mir keine aufregenden Trips leisten, zu dieser Zeit starteten wir höchsten ein paar Wochenendausflüge nach Österreich. Als wir uns jedoch dann entschlossen, während meiner letzten Semesterferien einen Roadtrip durch die Schweiz und Frankreich zu starten, überwältigte mich die Lust am Reisen erneut. Mit dem VW-Bus meiner Eltern überquerten wir die Alpen, passierten die Provence und fuhren an der Mittelmeerküste bis nach Spanien. Wir brauchten fast kein Geld, hielten wo es uns gefiel und hatten eine unglaubliche Zeit. Bis heute zählt dieser Trip zu einem meiner liebsten, der mich und meine Einstellung zum Reisen bislang am meisten geprägt hat. Auch später, als wir uns die besten Hotels hätten leisten können, verzichteten wir freiwillig auf fast jeglichen Luxus und versuchten so einfach und intensiv wie es nur ging zu reisen. Während jeder der darauffolgenden Unternehmungen flammte immer wieder der Gedanke einer Weltreise in mir auf. Doch so schnell er kam, erlosch er meistens auch wieder. Was würden nur die anderen denken? Was mache ich danach? Kann ich mir das leisten? Scheißdrauf! Als mich mein Chef in einer Rücksprache 2020 fragte, wo ich mich in 5 Jahren sehen würde, konnte ich ihm nicht antworten. Diese Standardfrage, die ich schon zig mal gehört habe, hat mich in diesem Moment irgendwie aus dem Konzept gebracht. Nach der Arbeit setzte ich mich mit Lui zusammen, wir diskutierten, wogen die Pro und Contras ab und entschieden uns schließlich den Schritt zu wagen. Lass uns die Welt entdecken! 


LUI


Die Leidenschaft zum Reisen wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Meine Großeltern  haben schon zahllose Länder der Welt bereist. Für mich ging es als Kind mit meinen Eltern zum Windsurfen, Mountainbiken und Skifahren durch Europa und darüber hinaus. Als ich dann Beppo kennenlernte, wurde mir schnell klar, dass wir beide die gleiche Leidenschaft für das Reisen besitzen. Auch wenn es nach anfänglichen Startschwierigkeiten einige Zeit in Anspruch nahm, bis wir unsere Leidenschaft gemeinsam auslebten, waren die Erlebnisse, die wir in den darauffolgenden Jahren sammelten umso intensiver. Nach einem unvergesslichen Roadtrip durch Frankreich, der noch heute mein Herz höher schlagen lässt und einem Tapetenwechsel in der Heimat, Beppo hatte sein Studium abgeschlossen und ich hatte in einer neuen Firma angefangen, ging es für uns beide für unser erstes Abenteuer außerhalb Europas nach Thailand. Fremdes Land, fremder Kontinent, fremde Kultur und dann gleich Bangkok. Wir waren begeistert! Die unzähligen Eindrücke, die in kürzester Zeit auf einen einwirken, die freundlichen Leute, die Landschaft, die Tempel, es war herrlich. Sprachlos kehrten wir nachhause zurück, wohl wissend, dass dies nicht unsere letzte Reise nach Asien war. Es folgten atemberaubende Touren nach Indonesien, Costa Rica und Panama. Während der Aufenthalte in den fremden Ländern, fühlte ich mich so lebendig, wie sonst das ganze Jahr über nicht. Die Zeit schien keine Rolle zu spielen, es gab kein Problem, das nicht gelöst werden konnte, alle Sorgen schienen vergessen, doch der Aufenthalt in der Ferne war immer auf drei Wochen begrenzt. Es hieß zurück ins triste Alltagsleben. Von Wochenende zu Wochenende hangelnd, ein Jahr lang, bis es zur nächsten Erkundungstour in ein neues Land ging. Beppo warf bereits mehrmals einen Gedanken in den Raum, das erste Mal tatsächlich in Frankreich, „Was wäre wenn wir nicht mehr zurück nachhause fahren würden?“. Zuerst nahm ich das Thema nicht ernst, doch auch in mir stieg die Sehnsucht nach der Ferne mit jeder Reise, jedem zurückgelegten Kilometer und jedem erlebten Abenteuer, bis sie dann im grauen Alltag wieder im Sand verlief. Als Beppo dann eines Tages nach der Arbeit etwas aufgelöst nach Hause kam, da sein Chef seine Pläne für die Zukunft wissen wollte, waren diese für mich relativ schnell klar. Beppo zweifelte länger als ich, aber wir entschieden uns letztendlich gemeinsam dafür. Und hier bin ich also, bereit die Welt zu entdecken und meine Leidenschaft auszuleben.



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