Tembeling Beach - Nusa Penida

Blick auf die steilen Felswände am Tembeling Beach.

Den letzten Abstecher unseres Roadtrips mit dem Roller durch Nusa Penida statteten wir dem Tembeling Beach ab. Eine anstrengende Wanderung durch den dichten Tembeling Forest, atemberaubende Naturpools und zwei abgelegene Strände sind noch ein echter Geheimtipp auf der Insel, die ihr allerdings nicht unterschätzen solltet!

Die Straßen führten uns von unserem vorherigen Ziel, dem Angels Billabong & Broken Beach, über 11 Kilometer zum Tembeling Beach. Diese waren jedoch teilweise sehr marode, vor allem der erste Abschnitt, da wir den Weg zum Broken Beach wieder zurück fahren mussten.

Beim Tembeling Forest angekommenen, stellten wir unseren Roller oben ab und marschierten los. Es ging steil bergab, der Weg ist meist asphaltiert aber an manchen Stellen rutschig und führt immer tiefer in den dichten Dschungel der Insel. Lianen hängen zu beiden Seiten des Pfades hinab und in der Ferne hört man die Affen brüllen. Nach knapp 30 Minuten anstrengenden Fußmarsches wich der Weg einer Treppe, die weitere 5 Minuten in Anspruch nahm. Bis zum Beginn der Stufen könnte man theoretisch auch mit dem Roller fahren. Da der Weg jedoch äußerst steil war, wollten wir unser Glück nicht auf die Probe stellen. Außerdem bevorzugen wir in den meisten Situationen ohnehin die Wanderung, da wir so einen viel tieferen Eindruck von der Natur erlangen. Die Treppe führt an steinigen Steilwänden entlang und hier findet ihr auch zwei Naturpools. Mit kräftigem Blau bilden sie einen sehenswerten Kontrast zum dichten Dschungel und dem tristen Fels. Die Pools haben einen hohen Stellenwert für die Einheimischen, hier finden sich Statuen für rituelle Waschungen. Aus diesem Grund solltet ihr als Touristen respektvoll in diesem Abschnitt der Wanderung sein. Gegen eine Abkühlung nach der anstrengenden Aktivität spricht allerdings nichts!

Den Stufen weiter folgend erreichten wir schließlich endlich den Tembeling Beach. Schroffe Steilwände bilden die Küste, die nur vom kleinen Abschnitt des Tembeling Beach unterbrochen wird. Im Rücken der Dschungel, vor uns das raue Meer. Der Besuch am steinigen Strand sollte allerdings nicht mit einem Sprung in die Brandung gekrönt werden, denn neben den Felsen im Wasser herrscht hier auch eine starke Strömung, die jeden Badespaß zur echten Gefahr werden lassen. Wir genossen die Aussicht und erkundeten die Umgebung. Rechterhand entdeckten wir eine Höhle, der wir bis an ihr Ende folgten. Aufgetürmte Steine bezeugten, dass wir nicht die ersten waren. Das Blickfeld weitete sich erneut und wir standen an einem weiteren Strandabschnitt, dem sogenannten Tembeling Secret Beach. Auch hier verharrten wir wieder einige Zeit, ließen unseren Blick über die zerklüfteten Steilwände und den offenen Ozean schweifen und ließen nichts zurück, als einen kleinen Turm aus Stein.

Aus Steinen erbaute Türme am Tembeling Secret Beach.
Ausblick auf das Meer und die hohen Felswände am Tembeling Secret Beach.

Nach einer herrlichen Zeit am Meer hieß es anschließend wieder zurück zu unserem Roller. Ein erneuter kurzer Sprung in den natürlichen Pool sorgte für die nötige Motivation, den anstrengenden Anstieg zu bewältigen. Wir erreichten nach einem aufregenden Tag, an dem ein Highlight dem anderen folgte, erschöpft aber überglücklich unsere Unterkunft, gaben unseren Roller unversehrt zurück und waren voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer, einer Tuchfühlung mit Mantarochen!




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