Koman-Stausee

Eine Frau sitzt neben ihrem Van und genießt den Sonnenuntergang am Koman-Stausee.

Nachdem wir in Kruja durch den malerischen, alten Basar geschlendert sind, zog es uns wieder zurück in die Natur. Temperaturen von über 35° Celsius standen auf der Tagesordnung, doch die zugebaute Küste der Albanischen Riviera haben wir links liegen lassen. Wir wollten in die wilde Bergwelt des Landes eintauchen und uns in klaren Seen abkühlen. Der Koman-Stausee war unsere nächste Destination!

Bunte Luftballons hängen in der Luft beim Sonnenuntergang am Koman-Stausee.

Je länger wir unterwegs sind, desto mehr Zeit nehmen wir uns, um die Reiseziele zu erkunden. Entsprechend sollte die Gegend rund um das aufgestaute Gewässer unser Zuhause für die nächste Woche werden. Wir wollten das Gebiet zu Fuß und auf dem Wasser erkunden und die Seele am ruhigen, idyllischen Seeufer baumeln lassen. 

Drohnenaufnahme vom Koman-Stausee untertags.

Der Koman-Stausee ist eines der beliebtesten Reiseziele in Albanien. Umso verwunderlicher ist es, dass sich die Straße, die von Vau-Deja zum Gewässer führt, vor allem auf den letzten Kilometern in einem desolaten Zustand befindet. Entsprechend kann die Strecke teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit absolviert werden. Einen Vorteil hat die Buckelpiste jedoch. Bei den geringen Geschwindigkeiten kann man die Landschaft besser genießen.

Eine Schildkröte kreuzt die Straße mit einen wartenden VW-Bus im Hintergrund.

Der Stausee an sich wurde von 1980 bis 1988 errichtet und dient zur Energiegewinnung. Zur damaligen Zeit stellten die vier Turbinen im Inneren der Mauern das größte Kraftwerk seiner Art in Albanien und ganz Südosteuropas dar. Auch heute noch ist das Wasserkraftwerk einer der Hauptenergielieferanten des Landes, auch wenn in den letzten Jahren die generierten MW aufgrund von Wasserknappheit reduziert werden mussten. Der Damm staut den Fluss Drin auf, der sich im Bereich des Koman-Stausees über die Jahrtausende eine tiefe Schlucht in die Albanischen Alpen gebahnt hat. Auch der See hat teilweise nur eine Breite von 50 Metern, bemisst jedoch abschnittsweise eine beachtliche Tiefe von bis zu 96 Metern. Insgesamt beläuft sich dieser auf eine Länge von über 34 Kilometern und ist Teil eines ganzen Verbundes an Stauseen entlang des Drin. Er befindet sich zwischen dem Vau-Deja-Stausee und dem Fierza-Stausee.

Der Staudamm der verschiedenen Seen in der Nähe Koman.

Vor allem die Gegend vor dem beschaulichen Örtchen Koman hat es uns angetan, also genauer gesagt der Vau-Deja-Stausee. Obwohl sich die holprige Straße teils an den Bergflanken entlang schlängelt, gelangt man an einigen Passagen direkt am See vorbei. Auch einige Campingplätze haben sich Nahe des Gewässers angesiedelt. Die Ruhe am Ufer ist wirklich unbeschreiblich und lässt einem im Nu alle Sorgen vergessen. Ansonsten lädt das Wasser, das lokal äußerst unterschiedlich temperiert ist, zum Schwimmen ein. An den Campingplätzen können auch teilweise Kanus ausgeliehen werden, was ein absolut einzigartiges Erlebnis in dieser grün, blauen Idylle ist!

Der blau schimmernde Koman-Stausee untertags.

Der erste Eindruck der aufgestauten Seen bei Koman hat uns gleich vom Hocker gehauen. Doch wir wollten die Gegend rund um den Fluss Drin noch genauer erkunden! Eine Fährfahrt auf dem Koman-Stausee und eine Wanderung in den nahegelegenen Bergen sollten unsere Beschäftigungen der nächsten Tage sein!






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