Koh Tao - Thailand

Kleiner Schwarzspitzen-Riffhai im klaren Wasser auf der Insel Koh Tao.

Koh Tao, die Schildkröteninsel im Golf von Thailand ist definitiv ein Juwel, wenn es um einsame Strände, traumhafte Unterwasserwelt und kristallklares Wasser geht. Sie ist die kleinste von drei Inseln im Samui-Archipel, die sich aber keinesfalls verstecken muss. Einst diente das 21 km² kleine Eiland als Gefängnisinsel, bis es anschließend besiedelt und im Jahre 1980 von den ersten Touristen entdeckt wurde. Dieses kleine Paradies bildete den krönenden Abschluss unserer atemberaubenden Thailandreise! 

Koh Tao verfügt über keinen Flughafen, deswegen ist der einzig mögliche Weg mit einer Fähre von den Nachbarinseln anzureisen. Von Koh Samui und Koh Phangan verkehren täglich verschiedene Linien, genaue Fahrpläne und Preise findest du hier. Die meisten Fähren legen am Hafen der Stadt Mae Haad an. Diese ist die größte auf der Insel, dort leben circa 5.000 Einheimische. Auch das touristische Zentrum befindet sich am Sairee Beach, der nicht weit vom Hafen entfernt liegt.

Doch wir wollten etwas Ruhe und Abgeschiedenheit und haben uns für den Strand Ao Leuk im Südosten der Insel entschieden, dieser zählt zu den schönsten Buchten des kleinen Inselparadieses. Allerdings ist es ein Privatstrand und du musst pro Besuch 50 Baht (~ 1,50 €) Eintritt bezahlen, außer du übernachtest wie wir in einer der Unterkünfte, zum Beispiel Aow Leuk 2.

Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir zu unserem Bungalow gebracht, der in die felsige Steilwand der Küste eingebettet war. Als wir die Tür öffneten, waren wir überwältigt und sprachlos vom Anblick der sich uns bot. Eine bodentiefe Fensterfront gab den Blick auf die Bucht frei. Das kristallklare türkise Wasser und der strahlend blaue Himmel waren auf der anderen Seite der Glasscheibe zu sehen. Malerisch, fast schon surreal lag dieses atemberaubende Panorama vor uns. Nach einem kurzen Moment der Stille, konnte uns nichts mehr halten, wir sprangen in unsere Badesachen und rannten zum Strand!

Strandabschnitt auf der Insel Koh Tao mit einen Boot im Hintergrund.

Das angenehm kühle Wasser ist zu Beginn flach und wird anschließend stetig tiefer. Links und rechts entlang der Felswände befinden sich Korallenriffe in denen das bunte Leben Unterwasser geradezu überzuquellen scheint. Fische jeglicher Größe, Rochen und Wasserpflanzen tummeln sich zu Hauf am schroffen Gestein. An den Felsen und Korallen haben sich bunte Weihnachtsbaumwürmer angesiedelt, die in allen möglichen Farben und Formen schimmern und sich in ihre Höhlen zurück ziehen, sobald Gefahr droht.  Aber der eigentliche Star der Bucht ist der Schwarzspitzen-Riffhai. Tagsüber streifen die Jungtiere in Gruppen durchs Wasser und abends jagen sie im seichten Wasser nach kleinen Fischen. Wir staunten das erste Mal nicht schlecht, als wir barfuß in der Dunkelheit am Strand spazierten und neben uns das Wasser zum Leben erwachte. Mit dem schwachen Licht der Handylampe leuchteten wir den Boden zu unseren Füßen aus und erschraken noch mehr, als wir realisierten, dass die kleinen Haie neben uns schwammen. Doch keine Panik, diese Exemplare sind ungefährlich, ihnen sollte dennoch mit Vorsicht begegnet werden!

Großer Schwarzspitzen-Riffhai vor der Küste von Koh Tao.

Koh Tao gilt als Unterwasserparadies, so ist es nicht verwunderlich, dass sich entlang der Strände zahllose Tauschschulen angesiedelt haben und die Insel teils als Mekka für Tauchsportler angepriesen wird. Wie bereits erwähnt war es für uns der erste große Trip in ein tropisches Land und somit auch die ersten Erfahrungen mit der bunten Unterwasserwelt, die es entlang der Küste zu entdecken galt. Fische aller Größen und Formen können hier bereits nach ein paar Metern ins Meer beobachtet werden. Des Weiteren bieten die Tauchschulen Trips zu ausgewählten Spots an, an denen beispielsweise größere Riffhaie oder die Namensgeber der Insel beheimatet sind. Wir beließen es jedoch bei den Schnorchelgängen in unserer Bucht, da bereits hier das bunte Leben pulsierte. Auch auf unseren kommenden Reisen nach Indonesien und Costa Rica waren wir auf Erkundungstour im Wasser. Verglichen mit den farbenfrohen Erlebnissen die wir auf Koh Tao direkt an unserem Hausstrand sammeln durften, wirkten diese Tauchgänge jedoch eher blass. Außer unser Tiefgang mit Mantarochen, das war natürlich ein absolutes Highlight!

Eigentlich wollten wir uns auf der Insel noch einen Roller mieten und diese etwas erkunden. Da allerdings die Straßenverhältnisse nicht besonders gut sind und wir unserer Glück auf unserer ersten Reise in Asien nicht auf die Probe stellen wollten, nahmen wir das Angebot unseres Vermieters gerne an. So drehten wir auf der Ladefläche seines Pick-ups eine atemberaubende Tour über die Insel. Wir konnten die dichte Vegetation, felsige Küsten und die Berge der Insel bewundern, hier wurde uns einmal mehr klar warum Koh Tao jährlich 1,5 Millionen Besucher anzieht. 

Leider war die Zeit im Paradies begrenzt, sie schien in der grünen Vegetation, im Schatten der Palmen und inmitten der bunten Unterwasserwelt nahezu zu verfliegen, doch Koh Tao war definitiv ein krönender Abschluss. Eine atemberaubende Reise ans andere Ende der Welt ging für uns zu Ende, noch heute denken wir frohen Herzens an die Erlebnisse zurück und dieser Trip sollte mit unter ausschlaggebend für die geseigerte Wanderlust sein, die wir in unseren darauffolgenden Abenteuern und schließlich in unserer Weltreise zu stillen versuchen. 




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