Alto de Piedra Waterfalls - Santa Fé

Alto de Piedra Wasserfälle im dichten Dschungel.

Nach den beindruckenden The Lost Waterfalls in Bajo Boquete waren wir auch in Santa Fé auf der Suche nach wilden Gewässern im dichten Dschungel. Und so führte uns die schmale Straße sechs Kilometer nach Westen zu den Alto de Piedra Wasserfällen. Auch hier sollten wieder drei große Wasserfälle auf uns warten. Doch die Anreise hatte es erneut in sich, denn wir mussten zuerst den Einstieg der Wanderung finden. Deswegen werft am besten einen Blick auf unsere Karte!

Unseren Wagen stellten wir an der Hauptstraße an der Touristeninformation ab. Hier bezahlten wir 2 $ für den Parkplatz und marschierten los. Zu Beginn folgt man einfach der Hauptstraße weiter und nach ein paar hundert Metern befindet sich der Startpunkt der Wanderung in einer Rechtskurve links von euch. Ein hölzerner Zaun mit Tor und einem Schild mit der Aufschrift "Alto de Piedra" deuten euch den Einstieg. Drei einheimische Männer unterhielten sich hier und zeigten uns die Richtung. Von hier muss eine weitläufige Wiese mit vereinzelten Bäumen durchquert werden. Es führen mehrere schmale Wege durch die Graslandschaft und wir erreichten nach ca. 10 Minuten einen Dschungel. Obwohl diese Wanderung zu einer der bekanntesten Routen der Gegend zählt, ist der Weg durch den Dschungel dennoch sehr abenteuerlich, wie wir noch am eigenen Leib erfahren sollten.


WASSERFALL NR. 1


Den ersten der drei Wasserfälle erreichten wir nach ca. 30 Minuten Fußmarsch. Wir machten gerade die obligatorischen Bilder, als wir plötzlichen einen der drei Männer, die uns zuvor noch den Weg wiesen, aus dem grünen Dickicht auf uns zukommen sahen. Uns rutsche beiden im ersten Moment das Herz in die Hose und wir sahen schon die Schlagzeilen der internationalen Presse vor uns "Zwei junge Touristen bei Wanderung im Dschungel verschollen". Wir packten unsere Sachen und gingen zügig zurück zum Wanderweg. Der Mann gab uns zu verstehen, dass er uns nur zu den anderen beiden Wasserfällen führen wolle. Wir hatten keine andere Wahl und folgten ihm, mit mulmigem Gefühl im Bauch.

Nach einiger Zeit auf dem matschigen Pfad hörte ich Lui plötzlich von hinten, dass wir warten sollten. Auf dem Weg war eine  30 cm lange, schwarze Schlange. Der Local und ich waren offensichtlich über sie hinweggestiegen. Ich habe sie nicht einmal bemerkt. Unser selbsternannter Guide versuchte uns zu erklären, um welches Tier es sich handle. Allerdings ist mir bis heute noch nicht ganz klar, ob sie nun giftig war oder nicht. Wie dem auch sei, Lui weigerte sich weiterhin am Tier vorbei zu gehen. Aus diesem Grund zog der Guide seine Zwille und jagte damit die Schlage ins nahegelegene Gehölz.

Wichtig! Informiert euch im Vorfeld über giftige und gefährliche Tiere in exotischen Ländern und wie man sich schützen kann!


WASSERFALL NR. 2


Mit erhöhter Vorsicht ging es weiter am schlammigen Weg. Mit alten Autoreifen war dieser zwar an einigen Stellen befestigt, jedoch war es dennoch teilweise äußerst glatt. An der nächsten Weggabelung verabschiedete sich unser neuer Freund und wir marschierten wieder auf eigene Faust durchs grüne Blätterdach zum nächsten Wasserfall, der gleich um die Ecke war. Etwas kleiner als der erste Wasserfall, aber keineswegs unbedeutender empfanden wir diesen. In einem kleinen Pool sammelte sich das herabstürzende Wasser und wir erfrischten uns mit baumelnden Füßen im klaren Gewässer.


WASSERFALL NR. 3


Nach dem nervenaufreibenden Beginn der Wanderung verlief die restliche Tour ohne weitere Komplikationen und wir erreichten auch nach ein paar weiteren Minuten den dritten und kleinsten Wasserfall. Als wir alle Drei zu Gesicht bekommen hatten, entließ uns der Dschungel wieder aus seinen Fängen und wir stand erneut auf der Wiese, an der unser Abenteuer begann. Hier stellten wir fest, dass der Pfad eigentlich an dieser Stelle begonnen hätte und uns der Local wahrscheinlich tatsächlich nur den Weg zeigen wollte. Danke!

Zwar waren diese Wasserfälle nicht so beeindruckend wie The Lost Waterfalls, dennoch sorgte der umliegende Regenwald, den das Wasser in zwei Hälften zu teilen schien, für eine atemberaubende Stimmung. Aus diesem Grund solltet ihr den Alto de Piedra Wasserfällen auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Und so waren unsere Tage in Santa Fé auch schon wieder gezählt. Es hieß Abschied nehmen vom kleinen Dorf und seiner beeindruckenden Natur. Unser nächster Halt war El Valle de Antón, die Stadt im weltgrößten bewohnten Vulkankrater!




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