Uvita - Costa Rica

Menschenleerer Strand im Nationalpark Marion Ballena.

Uvita ist das Zentrum des Marino Ballena Nationalpark, dem ersten marinen Nationalpark Costa Ricas, der 1989 gegründet wurde. Dieser bietet alles was das Abenteurerherz höherschlagen lässt. Egal ob in Wasserfällen baden, Whale watching, Wanderungen ins Hinterland oder einfach am Strand die Seele baumeln lassen und den Papageien in den zahllosen Palmen zusehen. Darüber hinaus laden zum entspannten Spaziergang die endlosen Strände ein, die an der berüchtigten Sandbank Uvitas in Form einer Walflosse zusammenlaufen. Während der Flut holt sich das Meer täglich seinen Anspruch an die schmale Landzunge zurück und ihr könnt sprichwörtlich übers Wasser laufen. Wie ihr merkt, hat Uvita für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Doch bis wir das alles machen konnten, war es noch ein langer und anstrengender Weg. Unseren Tag starteten wir im zwei Stunden entfernten Nationalpark Los Quetzales. Dort hatten wir die Nacht in einem Hotel verbracht und die Temperaturen befanden sich im einstelligen Bereich, deswegen waren wir beim Start unserer Reise entsprechend dick eingepackt. Allerdings stellte sich dies bald als Fehler heraus. Je weiter wir dem Hochland Costa Ricas entflohen, desto wärmer wurde es in unserem kleinen Auto. Da die Klimaanlage nur bedingt funktionierte musste Beppo bald rechts auf einem Parkplatz stehen bleiben, damit ich mich umziehen konnte. Gott sei Dank waren hier nur ein paar Affen, die jedoch bereits immer näher kamen und meine Sachen gerne genauer betrachtet hätten. 

In Uvita angekommen, mussten wir erst einmal unserer Mietauto zurückgeben. Da dies für uns beide Neuland war, waren wir etwas angespannt, denn man hört ja so manche Gruselgeschichten, wie Touristen über den Tisch gezogen werden. Aber im Nachhinein war das nur unnötige Panikmache, denn alles funktionierte reibungslos. Nach 5 Minuten waren wir schon wieder fertig und warteten auf unser Taxi zurück zur Unterkunft. Kurz umziehen, Taucherbrille und Fotoapparat einpacken und ab ging es an den Strand des Nationalparks. Das kleine Dörfchen ist recht weitläufig und besteht aus den beiden Stadtteilen Uvita und Bahía. Nach einer kurzen Unterhaltung mit unserer Vermieterin hat sie uns den Eingang des Parks auf einer Karte markiert, weshalb wir nach einem kurzen Fußmarsch auch bald fündig wurden.  

Am Eingang wurden 6 $ pro Person fällig, dafür hatten wir den Strand fast für uns alleine. Neben den zahlreichen Papageien kann man in seltenen Fällen Wale, Delfine und Schildkröten beobachten. Der Name des Nationalparks Ballena bedeutet auf Deutsch Wal, denn hier wurde ein sicherer Rückzugsort für Buckelwale geschaffen, die demzufolge als Namensgeber des Parks gelten. Doch neben den vorbeiziehenden Riesen erinnert noch ein weiteres Highlight an den Namen des Parks, die Sandbank in Form einer Walflosse. Man kann bei Ebbe sogar auf dieser ins Meer hinaus spazieren und in der Spiegelung des seichten Salzwassers das Strandpanorama in der Ferne beobachten, das in dieser Szenerie einer Fata Morgana gleicht. Bei unserem Besuch waren mindestens 10 Papageie in den angrenzenden Palmen unterwegs und machten einen unglaublichen Lärm, bis sie von etwas gestört wurden und aufgeschreckt weiterzogen. Vorsicht ist bei den Flüssen des Nationalparks geboten. Es ist möglich, dass sich hier Krokodile aufhalten, also Augen auf! Und natürlich blieben wir auch an diesem Tag nicht vom tropischen Wetter verschont. Ein heftiger Regenschauer überraschte uns und wir harrten einige Zeit unter einer Palme aus, bevor wir beschlossen, im Regen nach Hause zu marschieren.

Am Abend zog es uns in das Café Sibu, welches sich direkt an der Hauptstraße in Richtung Bario la Colonia befindet. Neben der Touristeninformation, einem Supermarkt und einer Bank gibt es hier noch einige kleine Geschäfte und natürlich die Autovermietung, bei der wir unser Mietauto abgegeben haben. Und so ließen wir den Abend bei einem leckeren Hamburger und ein paar Cocktails ausklingen. Es sollte ein anstrengender Reisetag folgen, denn es ging zur Drake Bay im Südwesten von Costa Rica.




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