Transfer Indonesien

Transfer Indonesien, Zugfahrt, Bahnhof

TRANSFER JAVA


Java, die Hauptinsel von Indonesien punktet mit einem gut ausgebauten Schienennetz, das einen quer durch die Insel führt. Neben einer hohen Sicherheit und Pünktlichkeit bieten die meisten Strecken drei verschiedene Klassen an. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in Preis und Komfort. Bei einigen Abschnitten und Bahnhöfen sind allerdings nicht alle Klassen verfügbar, so muss eventuell auf die nächst bessere zurückgegriffen werden.

1. Eksekutif

Diese Klasse ist vergleichbar mit der ersten Klasse in deutschen Zügen. Klimaanlagen, neue Sitze und reservierte Plätze schaffen einen entsprechenden Komfort und so können lange Strecken ohne Schwierigkeiten überwunden werden.

2. Bisnis

In der zweitbesten Klasse gibt es zwar nicht immer eine Klimaanlage, aber die Stühle sind dafür sehr angenehm. Sie bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und kostet nur etwa die Hälfte der 1. Klasse. 

3. Ekonomi

Dies ist die günstigste Klasse, der Reisestandard ist nicht so hoch wie in den anderen zwei Klassen, dafür reist man authentisch und kommt mit den ein oder anderen Einheimischen ins Gespräch.

Wir wählten für unsere Reise von Yogyakarta nach Ketapang meistens die Klasse Eksekutif, da wir teilweise über fünf Stunden fuhren und in dieser Zeit etwas Schlaf nachholen wollten. Die Zugtickets dafür kauften wir einfach am entsprechenden Bahnhof, entweder an einem Schalter oder einem Automaten. Ihr könnt aber auch über die Webseite Tiket.com Fahrscheine kaufen, außerdem findet ihr hier auch die aktuellen Fahrzeiten und Preise. Die meisten Wagons waren sehr stark klimatisiert, für unsere Verhältnisse zu stark, also packt euch eine Jacke und Socken ein.


FÄHRE JAVA - BALI


Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten nach Bali zu gelangen. Neben einem kurzen Inlandsflug, bietet sich vor allem eine Fährfahrt an. Die günstigste und schnellste Verbindung war in unserem Fall von Ketapang nach Gilimanuk. Am Fährhafen kauften wir uns am Schalter ein entsprechendes Ticket für 8.500 IDR pro Person, sprich für insgesamt 1 €. Am Hafen mussten wir anchließend nur noch warten, bis das Schiff angelegt hatte und die Mitarbeiter einem auf die Fähre weisen. Nachdem ihr euch einen geeigneten Sitzplatz gesucht habt, könnt ihr entspannt die Landschaft genießen. Die Überfahrt von Java nach Bali dauert ca. 45 Minuten, die Distanz sind 50 Kilometer. Die Fähre verkehrt stündlich, den genauen Fährplan findet ihr hier.


TRANSFER BALI


Den Komfort und die Zuverlässigkeit der Bahn in Java mussten wir leider hinter uns lassen. Denn auf Bali gibt es kein Schienennetz, geschweige denn einen Bahnhof. Hier mussten wir die meiste Zeit Taxis oder private Fahrer nutzen, um an unser Ziel zu kommen. Diese buchten wir meist direkt bei unserer Unterkunft, die stets ein paar Fahrer an der Hand haben. Hier handelt es sich oft um die Verwandtschaft, weshalb die Anfrage auch immer dankbar entgegengenommen wird. Der Preis wird vorab festgelegt, hier kann ruhig noch etwas verhandelt werden. Wer vorab in Google Maps die Dauer und Distanz des Transfers recherchiert wird allerdings sehr schnell mit der Wahrheit konfrontiert. Oft wurden aus den angegebenen zwei Stunden Fahrt schnell die doppelte Fahrzeit. Die Straßen auf Bali sind eng, schlecht ausgebaut und mit Schlaglöchern übersät, ständig kreuzen und überholen Rollerfahrer. Des Weiteren halten die Fahrer mit den Touristen häufig an schönen Aussichtspunkten und zeigen die umliegende Landschaft, was in unseren Augen allerdings die längere Fahrzeit durchaus gerechtfertigt. Der Weg ist schließlich das Ziel, du solltet es für die Planung deines Transfers allerdings im Hinterkopf behalten.


FÄHRE BALI - NUSA PENIDA


Es gibt mehrere Möglichkeiten nach Nusa Penida bzw. zum Buyuk Harbour zu gelangen. Von den Orten Padang Bai, Benoa und Sanur fahren in regelmäßigen Abstände Boote auf die Insel. Wir haben uns für Sanur entschieden, da der Hafen in der Nähe unserer letzten Station auf Bali lag. Wir sagten einfach unseren Taxifahrer, dass wir zum Hotel Ananda müssten, hier befinden sich die meisten Ablegestellen. Am Strand angekommen gibt es verschiedene Anbieter, die Überfahrten anbieten. Hier lohnt es sich durch aus zu vergleichen, denn auch die Abfahrtszeiten unterscheiden sich. Die preiswerteste Variante ist ein langsames Boot des Anbieters Perama Tour, das jeden Tag um 10:30 Uhr am Hafen ablegt. Die Überfahrt dauert ca. 90 Minuten und kostet 100.000 IDR (~ 6 €) pro Person. Wenn du es allerdings etwas eiliger hast, kannst du ein Ticket für ein Schnellboot erwerben. Hier werden jeweils 350.000 IRD (~ 20 €) fällig und es dauert entsprechend nur 35 Minuten. Am besten informiert ihr euch am Ticket-Office direkt am Hafen, hier werdet ihr auf die entsprechenden Anbieter verwiesen. Dieses findet sich auf der linken Seite der Straße. Es können aber auch vorab Tickets online gekauft werden, hier findet ihr darüber hinaus die Abfahrtszeiten und Preise.

Um im Anschluss auf euer Boot zu gelangen, muss man meistens ein paar Schritte ins Wasser hinein gehen. Also zieht eine kurze Hose und FlipFlops an, dann steht der Überfahrt nichts mehr in Wege. Das Gepäck wird einem abgenommen und sicher auf dem obersten Deck verstaut. Wer an Reiseübelkeit leidet, sollte hier präventiv eine Reisetablette einnehmen, denn die Überfahrt kann auf Dauer durch aus zu Seekrankheit führen. Bei unserer Fährfahrt war ziemlich starker Wellengang und Lui musste stark mit der aufkommenden Übelkeit kämpfen. Die Plätze hinten in der Mitte sind in diesem Fall zu bevorzugen!


TRANSFER NUSA PENIDA


Auf Nusa Penida musst du ebenfalls auf private Fahrer oder Taxis zurückgreifen oder du mietest dir einen Roller. Vom Hafen zu unserer Unterkunft nahmen wir uns einen Fahrer, der uns für ein paar Euro einmal quer über die Insel an die Crystal Bay brachte. Hier mieteten wir uns bei unserem Hotel einen Roller und erkundeten mit diesem die Insel. Neben der asphaltierten Hauptstraße sind die wenigsten Nebenstraßen geteert und voll mit großen Steinen und Schlaglöchern. Zum Teil war es zu zweit auf dem Roller grenzwertig, Lui musste ab und zu für ein paar Meter absteigen, da tiefe Schlaglöcher, Wasserpfützen und extreme Steigungen der sicheren Weiterfahrt im Weg standen.



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