Sirmione - Lombardei

Romantische Altstadt mit der Burg von Sirmione.

Der Gardasee, Sehnsuchtsort und erste Anlaufstelle unseres dreiwöchigen Roadtrips durch Italien. Unser angesparter Jahresurlaub sollte dieses Mal für das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen herhalten. So spuckten uns die Straßen nach einer anstrengenden Fahrt bei strömenden Regen in der kleinen Stadt Lazise aus. Hier verbrachten wir einen herrlichen Tag am See und genossen anschließend neben den Stadtmauern der einstigen Festung unsere erste wohlverdiente Pizza. Doch unser eigentliches Ziel war Sirmione! Am südlichsten Punkt des 70 Kilometer langen Sees liegt der malerische Ort auf einer schmalen Landzunge.

Alte Gassen und verwunschene Häuser in Sirmione.
Ausblick auf die Burg in Sirmione und den Gardasee.

Wir starteten früh in den Tag, um die befürchteten Besucherströme weitestgehend zu umgehen. Nur eine Straße führt, gesäumt von Hotels, vom Festland auf die Halbinsel. Hier bieten sich euch mehrere Parkmöglichkeiten, die je nach Nähe zum historischen Stadtkern teurer werden. Da wir, wie ihr wisst, auch gerne mal zu Fuß unterwegs sind, wählten wir einen der ersten Plätze für 1,80 € in der Stunde. Wir schlenderten die mit Bäumen gesäumte Uferpromenade entlang und erreichten nach 1,8 Kilometern die einzige Brücke, die das Ei- mit dem Festland verbindet. Trotz des frühen Starts in den Morgen, waren bereits die ersten Touritrauben unterwegs. Wir traten durch die Festungsmauer und unser Blick fiel unweigerlich auf die Wasserburg zu unserer Rechten. Scaligerburg, die einstige Militäranlage stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist bis heute nahezu unverändert. Neben der Burgbrücke und dem -graben, der von weißen Schwänen bewacht wird, erstreckt sich die malerische Altstadt. Verwinkelte Gassen, mit Weinreben überzogene Gebäude und kleine Boutiquen in den bunten Häusern lassen Urlaubsträume wahr werden. Die alten Gemäuer und das gegenüberliegende Ufer des Sees können ideal in einem der Cafés bei einem Cappuccino mit dem wohl besten Milchschaum des Landes bestaunt werden. Folgt man den schmalen Wegen Richtung Norden muss ein kleiner Anstieg bewältigt werden, bis sich der Blick in der mit Olivenbäumen überzogenen Landschaft weitet. Es bieten sich mehrere Bademöglichkeiten an. Wir entschieden uns für den „Jamaika Beach“ am obersten Ende der Halbinsel.

Frau schlendert durch die belebten Gassen in Sirmione.

Auf dem Weg hinab zum Strand sind die Grotten des Catull sichtbar. Die Ruinen waren einst Teil einer der größten römischen Villen Italiens. Schon zu dieser Zeit galt Sirmione als beliebter und geschätzter Rückzugsort. Dies liegt vor allem an der schwefelhaltigen Heilquelle, die hier entspringt und die Halbinsel bereits zu Antiken Zeiten zum bedeutenden Kurort auszeichnete. Der Schwefelgeruch war an manchen Abschnitten entlang des Weges auch deutlich bemerkbar. Am Strand selbst mussten wir dann zunächst erst einen geeigneten Platz finden. Als wir die Strandtücher dann schließlich zu Boden ließen, genossen wir die Mittagsstunden unter den schattenspendenden Bäumen der Steilküste.

Wir machten uns am frühen Nachmittag langsam auf den Weg zurück zu unserem Bus. Schlenderten ein letztes Mal an der Burg vorbei, passierten die Brücke und warfen bei einer frischen Limonade einen kurzen Blick zurück. Der Roadtrip durch Italien stand gerade erst in den Startlöchern und sollte in Parma an Fahrt gewinnen.




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