Polylimnio Wasserfälle - Peloponnes

Langzeitbelichtung von den Polylimnio Wasserflällen auf Peloponnes mit Bäumen und Steinen.

Erholsame Tage im Westen von Peloponnes, besser gesagt am Voidokilia Beach, lagen hinter uns und wir machten uns auf in die Region Mani, dem zweiten Finger der Halbinsel. Dieser gilt als schönster der vier Finger und als wahres Naturparadies. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und stiegen in unseren Bus. Doch bevor es auf den Mittelfinger ging, machten wir Halt im Landesinneren. Unser Ziel waren die Polylimnio Wasserfälle, eine grüne Oase inmitten der peloponnesischen Natur, die als wahrer Geheimtipp der Halbinsel gilt.

Wasserfall und kleiner See mit türkisem Wasser, im Vordergrund sind Steine und Bäume.

Von der Ochsenbauchbucht kommend waren es circa 25 Kilometer bis wir den Ort Charavgi erreichten. Im Dorf selbst sind die Wasserfälle und der dazugehörige Parkplatz gut beschildert. Die Straße zum ausgewiesenen Stellplatz ist gut befahrbar und geschottert. Nur einige Streckenabschnitte sind durch den Regen stark ausgespült, aber immer noch überwindbar. Am Ende der Straße befinden sich mehrere Plätze zum Parken, allerdings waren hier bei unserer Anfahrt zahlreiche Glasscherben zu finden und bei der anschließenden Recherche stießen wir auf unzählige Kommentare, dass hier in die Fahrzeuge eingebrochen wird. Wir entschieden uns die Wasserfälle getrennt voneinander zu besichtigen, damit immer jemand am Bus ist.

Der Wanderweg startet direkt am Parkplatz und führt zuerst 500 Meter hinab zum Fluss. Der Abstieg nimmt circa 15 Minuten in Anspruch. Anschließend gelangst du an eine Weggabelung, links führt dich der Pfad zum 500 Meter entfernten Stathula Wasserfall. Der zuerst relativ breite Weg wird immer schmäler und schlängelt sich über große Steine und Tritte. Ein paar Tage vor unserem Besuch hat es viel geregnet, deswegen waren diese ziemlich nass und rutschig. Gutes Schuhwerk ist auch hier wieder unabdingbar. Entlang des Pfades passiert ihr mehrere kleinere Wasserfälle. Nach einigen Metalltritten kann man einen ersten Blick auf den Wasserfall erhaschen, der über mehrere Meter hinab in ein großes Becken stürzt. Ein schmaler, steiler Steig führt weiter hinunter zum kleinen See. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da an einigen Passagen schon fast von Klettern die Rede sein kann! Wenn ihr diese letzte Hürde überwunden habt, steht jedoch nichts mehr zwischen euch und einem erfrischenden Bad.

Großes Wasserbecken am Fuße des Stathula Wasserfalls mit felsiger Steilwand zur Linken und grünen Bäumen.

Wendet man sich an der Weggabelung allerdings nach rechts, führt der kleine Pfad auch hier wieder über Steine und Tritte, bis du vor der Wahl stehst. Entweder du holst dir auf der baufälligen Brücke, die über den Bach führt, möglicherweise nasse Schuhe oder du kehrst um. Ich entschied mich für nasse Füße, bewältigte den Holzverschlag und marschierte weiter in Richtung Mavri-Limna-See. Auf dem Weg dorthin gelangst du auch hier an mehreren kleinen Seen und Wasserfällen vorbei. Allgemein ist uns bei unserem Besuch aufgefallen, dass sich die meisten Brücken und Stege, die hier zur Hindernisüberwindung angebracht sind, im baufälligen Zustand befinden. Möglicherweise werden diese zur Hauptsaison wieder hergerichtet. Darüber hinaus gab es entlang des Flusslaufes einige Baumstürze, weshalb die Sicht teilweise eingeschränkt war. Den bereits erwähnten Stathula Wasserfall konnten wir vom Ufer aus beispielsweise nicht sehen. Wie dem auch sei erreicht ihr auch auf der rechten Seite der Weggabelung letztendlich ein großes Becken, das mit einer wohltuenden Abkühlung lockt.

Langzeitbelichtung von den Polylimnio Wasserflällen auf Peloponnes mit hölzerner Brücke im Vordergrund.
Baufällige Brücke bei den Polylimnio Wasserfällen in Griechenland.

Auch wenn es nur ein kurzer Abstecher war, können wir euch diese Wasserfälle nur ans Herz legen. Die Färbungen und Klarheit des Wassers sind sagenhaft und haben uns sofort an die Plitvicer Seen in Kroatien erinnert. Zwar ist das Ausmaß der Gewässer bei weitem nicht so groß wie bei den Plitvicer Seen, aber die Polylimnio Wasserfälle brauchen sich unseres Erachtens keinesfalls verstecken. Außerdem kann man im Sommer in den kleinen Becken bestimmt herrlich der griechischen Hitze entfliehen. Unser nächstes Highlight in Griechenland hatten wir schon ausgewählt, es ging endlich in die Region Mani, der kleine Ort Kardamili wartete schon auf uns! Ach ja... unseren Bus geht´s auch noch gut.





roasn | 

roasn.official@gmail.com | 

© all rights reserved