Pandan Beach - Nusa Penida

Frau spaziert alleine am Strand vom Pandan Beach entlang.

Wo soll man beim Pandan Beach nur anfangen. Menschenleer, feiner Sandstrand, kristallklares Wasser und das alles nur einen Steinwurf von der Crystal Bay entfernt. Alles im allem noch ein echter Geheimtipp auf der Insel Nusa Penida, also lasst euch die Bucht nicht entgehen. Allerdings müsst ihr zuerst eine kurze Wanderung auf euch nehmen, die es bei den Temperaturen in sich hat. Dafür werdet ihr mit einer atemberaubenden Aussicht auf die beiden Strände und einer erfrischenden Abkühlung belohnt.

Unsere Basis war die Crystal Bay. Da wir die Gegend etwas erkunden wollten, folgten wir den Tipp unseres Vermieters und wanderten zum Pandan Beach. Der Einstieg zu dem kleinen Pfad findet ihr linkerhand am Rand der Crystal Bay. Ihr müsst einen kleinen Bach überqueren und ab hier führt im ersten Abschnitt eine schmale betonierte Treppen den Hügel hinauf. Unzählige Treppenstufen und noch mehr Schweißtropfen später erreichten wir einen Aussichtspunkt mit einem herrlichen Blick auf die Crystal Bay. Der Weg führt anschließend eben weiter und am anderen Ende des Hügels geht es wieder bergab. Teilweise sind steile Treppenstufen am Berg angebracht, also ist ordentliches Schuhwerk definitiv zu empfehlen. Ab und zu könnt ihr bereits einen kurzen Blick durch die Bäume auf die Bucht erhaschen. Unten angekommen führt der Pfad ein kurzes Stück durch ein undurchdringlich scheinendes Dickicht. Wenn das jedoch durchquert ist, seid ihr im Paradies angekommen.

Ausblick auf den Pandan Beach und sein türkisfarbenes Wasser.

Eingerahmt in schroffen Felswänden und dichtem, grünen Dschungel zu beiden Seiten, lag die Bucht ruhig vor uns. Wir waren alleine. Kein Mensch weit und breit. Nur das Rauschen des Ozeans. Wir packten unseren Proviant aus, legten unsere Handtücher in den Sand und hüpften in das erfrischende, kristallklare Wasser. Wir schossen ein paar Bildern, bräunten uns in der wärmenden Sonne und genossen den Augenblick.

Mann sitzt einsam am Strand und schaut auf das Meer hinaus.

Doch die paradiesische Idylle sollte ein jähes Ende finden. Aus dem Dickicht tauchte plötzlich ein Einheimischer auf und setze sich zu uns. Besser gesagt direkt neben mich, er fragte mich nach meinen Namen und woher wir kamen. Beppo ignorierte er größtenteils und so schnell er auftauchte war er auch wieder weg. Ok, das war etwas seltsam, dachten wir uns, aber naja. Plötzlich stand der Mann nur noch bekleidet mit einer engen feuerroten Unterhosen, die mit Pailletten bestickt war, vor mir und fragte, ob ich mit ihm schwimmen gehen möchte. Ich verneinte und blickte mich etwas irritiert nach Beppo um, der ihm auch signalisierte, dass aus seinen Träumen, wir sind uns ihrer Einordnung bis heute noch nicht ganz sicher, an diesem Tag nichts werden würde. Gott sei Dank verschwand der Mann wieder ins Dickicht. Jedoch sahen wir ihn später durch die Büsche hindurch mit jemanden telefonieren und uns packte die Angst. Wir schulterten unsere sieben Sachen und marschierten den einzig möglichen Weg zurück. Begleitet von einem unguten Gefühl hetzten wir die Anhöhe hinauf, stets in Erwartung, dass der vermeintliche Schlägertrupp, den der freizügige Herr gerade angerufen hatte, aus den Büschen sprang. Heilfroh erreichten wir schweißgebadet aber unbeschadet die Crystal Bay. Wir mischten uns unter die Leute und verhielten uns unauffällig. Im Nachhinein betrachtet, waren wir vielleicht etwas zu vorschnell. Allerdings ist Vorsicht auch besser als Nachsicht!

Grübelnd über die Ereignisse, gaben wir der Bucht am nächsten Morgen noch eine Chance. Dieses Mal wurde unser kleines Paradies von niemanden gestört und wir genossen den ganzen Tag die Ruhe und Einsamkeit am wohl schönsten Strand, den wir bis dahin je besucht hatten. Am darauffolgenden Tag stand eine aufregende Rollertour über die Insel an, bei der wir unter anderem dem berühmten Kelingking Beach einen Besuch abstatteten.




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