Meteora-Klöster - Thessalien

Sonnenuntergang am Kloster Agia Triada in den Bergen von Meteora.

Wir haben unsere Jobs gekündigt, einen Camper gekauft und unsere zweijährige Reise gestartet. Unser erster Anlaufpunkt ist Griechenland. Der Start in unser großes Abenteuer ist nicht ganz so verlaufen, wie wir uns das eigentlich vorgestellt hatten. Uns ist während unserer Anreise in Ungarn mitten in der Nacht ein LKW in das Heck unseres Busses gedonnert, wir haben darin geschlafen! Daraufhin folgte eine dreistündige Rückfahrt nach Wien ohne Heckscheibe, ein dreitägiger Hotelaufenthalt und eine neue Heckklappe. Aus diesem Grund sollte unser erstes Ziel in Griechenland eines mit WOW-Effekt sein. Und das war es auch!

Drohnenaufnahme vom Kloster Agia Triada in den Bergen von Meteora.

Meteora - der Name leitet sich von einem altgriechischen Begriff ab und bedeutet so viel wie "in der Luft schwebend", was den Nagel hier sprichwörtlich auf den Kopf trifft. Es handelt sich um Klöster, die in luftiger Höhe an unerreichbar zu scheinenden Plateaus auf Steinsäulen errichtet wurden. Bei diesigem Wetter, was vor allem in den Morgenstunden der Fall ist, scheinen die Klöster dann tatsächlich zu schweben! Bereits im 11. Jahrhundert begannen die ersten Menschen die Steinmonolithe zu besiedeln. Als dann im 14. Jahrhundert ein Mönch in den Bergen sesshaft wurde, startete die eigentliche Entwicklung der Klöster. Mit Seilzügen und Strickleitern sollen die Mönche sich und das benötigte Baumaterial auf die Felstürme transportiert haben. Von den einst 24 Klöstern sind heute noch 6 bewohnt und 4 dürfen von Touristen besichtigt werden. 

Als wir uns den Klöstern und der Stadt Kalambaka von Osten näherten, zogen wir noch lachend Vergleiche zu den Felsformationen in der Fränkischen Schweiz und waren im ersten Moment noch relativ unbeeindruckt. Um die Klöster zu sehen muss eine Anhöhe überwunden werden, dies kann entweder vom Ort aus zu Fuß oder mit dem Fahrzeug geschehen. Aufgrund der Strapazen der Anreise entschieden wir uns für die Straße. Als wir die letzte Kurve hinter uns gelassen hatten, waren wir beide sprachlos bzw. das einzige Wort, das uns über die Lippen kam, war das erhoffte WOW! Das von Umwelteinflüssen geformte Steinmassiv überwältigte uns bereits beim ersten Blick. Die Klöster hatten wir da noch gar nicht gesehen!

Drohnenaufnahme bei Sonnenaufgang im Steinmassiv von Meteora in Griechenland.
Mann vor Schlucht und Felsen in den Bergen von Meteora.
Frau auf Steinmonolith mit Bergen im Hintergrund bei den Klöstern von Meteora in Griechenland.

Der Weg zweigt sich oben in zwei Richtungen. Links erreicht ihr nach ein paar hundert Metern einen Parkplatz direkt am Rand der Straße. Von hier aus bietet sich euch ein atemberaubender Blick auf das schönste Kloster - das Agia Triada. Trotz des Widerstands der Mönche wurde die Szenerie auch bereits zur Filmkulisse des 1981 erschienen James Bond "In tödlicher Mission". Das Gebäude kann täglich* von 10 - 16 Uhr besichtigt werden (*außer donnerstags). Wir marschierten den befestigten Weg nach unten und anschließend die in den Fels gehauenen Stufen nach oben. Für 3 € pro Person können die Gemäuer auch besichtigt werden. Den Eintritt solltet ihr auf jeden Fall investieren. Neben den historischen Wandmalereien bietet das Kloster ein paar tolle Aussichtspunkte auf die umliegenden Felsen. Beim Eintritt ist jedoch auf angemessene Kleidung zu achten, die Beine müssen beispielsweise bedeckt sein und Frauen bekommen u.a. einen langen Rock.

Landschaftsfoto von den Bergen in Meteora mit Kloster auf Steinsäule.

Wir sind der Straße anschließend noch in beide Richtungen gefolgt und haben die Wolkenkratzer des Mittelalters von den einzelnen Aussichtspunkten entlang des Weges bestaunt. Trotz unseres Besuchs im Februar waren dennoch zahlreiche Touristen vor Ort, keines Wegs überlaufen, allerdings wird es hier zur Hauptsaison mit hoher Wahrscheinlichkeit durchaus voll werden!

Weil sich solche Attraktionen vor allem zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang im besten Licht zeigen, waren wir bei den Meteora-Felsen bei beiden anwesend. Den Rundgang bewältigten wir am Nachmittag, anschließend genossen wir im Bus die Aussicht und fingen an diesen Blog-Artikel zu verfassen - Leute gibt´s ein schöneres Büro?! - zum Sonnenuntergang schlenderten wir anschließend erneut durch die Hügel. Für die Nacht fanden wir einen beschaulichen Stellplatz und am nächsten Morgen standen wir dann wieder auf der Matte. Leider blieb uns der erhoffte Nebel verwehrt, dennoch war unser erstes Ziel in Griechenland - Meteroa - definitiv mit dem erhofften WOW-Effekt! Was meint ihr?

Weiter führte unser Weg zum Meer, schließlich hatten wir dieses schon lange nicht mehr gesehen. Erlebe mit uns den einzigartigen Korission See!





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