Kloster Ostrog

Die weißen Gemäuer des Kloster Ostrogs sind in einen schroffen Felsen in Montenegro eingemauert.

Das Kloster Ostrog, eines der bekanntesten Wahrzeichen Montenegros und ein Pilgerort für Menschen aus aller Welt mit einem speziellen Wunsch. Doch dazu später mehr…

Malersicher mit einem Mosaik verzierter Torbogen bildet den Eingang zum Kloster Ostrog in Montenegro, das im Hintergrund zu sehen ist.

Die letzten Tage verbrachten wir im Durmitor Nationalpark, wanderten um den Schwarzen See und machten einen kurzen Abstecher zur Tara-Schlucht, der tiefsten Schlucht Europas, bevor es uns wieder ins Landesinnere von Montenegro zog. Nach über einer Stunde Fahrzeit und einer Vielzahl an Kurven erreichten wir schließlich das Kloster. Die letzten Kilometer der Anfahrt haben es jedoch in sich! Die zum Teil sehr schmale Straße dorthin führt den Berg hinauf. Einige Engstellen sind wirklich nervenaufreibend, vor allem bei Gegenverkehr. Aus diesem Grund entschieden wir uns einen Parkplatz etwas unterhalb des Gebäudekomplexes anzufahren.

Idyllischer Weg zum Kloster Ostrog, der von Bäumen umgeben ist und früher als Pilgerpfad diente.

Von hier führt ein kleiner, beschatteter Weg 1,5 Kilometer die letzte Anhöhe zum Kloster hinauf. Ab und an wird die Straße gekreuzt und es ist kaum vorstellbar, dass zur damaligen Zeit die Menschen den kompletten Weg barfuß zurückgelegt hatten. Heute sieht die Welt nämlich ganz anders aus. Wir waren gefühlt die einzigen Besucher, die diesen kleinen Trampelpfad wählten, die meisten haben versucht so nah an der Kirche zu parken wie nur irgendwie möglich. Als wir schließlich durch den Eingang des Kloster traten, vielen uns sofort die vielen Decken und Teppiche auf, die sich vor dem Klostergemäuer stapelten. Denn viele Pilger verbringen hier sogar eine Nacht unter freiem Himmel.

Unzählige, bunte Teppiche stapeln sich am Eingang des Kloster Ostrogs in Montenegro, da viele Pilger hier eine Nacht verbringen.
Unzählige Bienenwachskerzen brennen in einer kleinen Kapelle im Kloster Ostrog.
Die wärmenden Flammen der von Pilgern angezündeten Bienenwachskerzen erhellen eine kleine Kapelle im Kloster Ostrog.

Heute leben nur noch eine paar Mönche in diesem bedeutungsvollen Kloster der serbisch-orthodoxen Kirche. Im Jahr 1656, als das Gotteshaus erbaut wurde, diente es als Zuflucht für Mönche, deren Kloster durch die türkische Besetzung zerstört wurde. Jetzt ist es vor allem für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch eine wichtige Anlaufstelle. Der Geschichte nach, sollen Frauen, die die Weintrauben des Kloster essen, kurz darauf schwanger werden. Und die Trauben scheinen wohl zu wirken, denn während unseres Besuches tummelten sich unglaublich viele Kinder auf den Vorhof. Die Eltern waren wohl als Dank noch einmal zum Kloster zurückgekehrt. Oder es waren einfach Tagestouristen mit Kindern, wer weiß das schon…

Ein biblisches Mosaik wurde im Kloster Ostrog in die Felswand des Berges hineingearbeitet, die Weinreben spenden angenehmen Schatten.
Die Sonne strahlt durch die weißen Wolken und die grünen Weinreben im Kloster Ostrog, das aufgrund der Trauben als Pilgerstätte gilt.

Einen Besuch ist das Gotteshaus auf jeden Fall wert! Alleine die Aussicht auf die umliegende Landschaft, die sich ergibt wenn man die Treppen der Klosterkirche erklommen hat, ist beeindruckend! Unser Ausflug in das Kloster Ostrog war der perfekte Abschluss für unseren Roadtrip durch Montenegro! Ach ja und die Weintrauben haben wir nicht probiert.





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