Kelingking Beach - Nusa Penida

Aussichtspunkt am Kelingking Beach unter Tags.

Der Kelingking Beach ist das berühmteste Fotomotiv der ganzen Insel! Wenn man im Internet Nusa Penida eingibt, tauchen unzählige Bilder davon auf. Hohe Steinwände und türkises Meerwasser rahmen einen kleinen weißen Sandstrand ein und nur eine steile Treppe führt hinab zum abgelegenen Paradies. Natürlich stand dieser Aussichtspunkt ganz oben auf unserer Liste. Und damit wir die Aussicht ganz für uns alleine hatten, starteten wir früh in den Tag.

Am Abend zuvor schilderten wir einem Angestellten unserer Bleibe, dass wir am nächsten Morgen mit einem Roller die Insel erkunden wollten. Überhaupt kein Problem meinte er, denn es bestand die Möglichkeit, sich direkt bei der Unterkunft einen Roller auszuleihen. So händigte er uns nach unserem Frühstück am nächsten Morgen den Schlüssel aus und begleitete uns zu unserem fahrbaren Untersatz. Am Roller angekommen fiel uns sofort der Platten am hinteren Reifen auf, der eine Fahrt unmöglich machte. Doch zufällig kam in diesem Moment ein Freund von ihm auf dessen Roller vorbei. Nach einer etwas längeren Diskussion, wir verstanden natürlich kein Wort, händigte dieser etwas widerwillig seinen Schlüssel aus. Wir staunten nicht schlecht, hatten allerdings ein etwas mulmiges Gefühl, mit einem geliehenen Motorroller durchzustarten. Wie dem auch sei, dachten wir uns. Helme auf und ab ging die Post.

Wir fuhren einfach drauf los, hatten aber eine ungefähre Ahnung, wo wir hin mussten. Die Strecke führte uns zuerst wieder in das Innere der Insel und das war noch der angenehmere Teil der Fahrt. Hier sind die Straßen asphaltiert, das sollte sich aber bald ändern. Einfach der Hauptstraße folgend, zogen kleine Siedlungen und einzelne Häuser an uns vorbei, bis wir uns wieder langsam der Küste näherten. Grundsätzlich bräuchte man für die 15 Kilometer Strecke vielleicht eine dreiviertel Stunde. Allerdings waren wir mit einem Roller unterwegs, mussten unzähligen Schlaglöchern ausweichen und an manchen Stellen musste ich zudem absteigen, damit Beppo alleine weiterfahren konnte, was die Fahrt natürlich in die Länge zog.

Aussicht auf den Kelingking Beach und dessen türkisfarbenes Wasser.

Endlich an unserem Bestimmungsort angekommen parkten wir unseren Roller und ging die restlichen Meter zu Fuß. Hier müsst ihr eine kleine Treppe hinunter steigen und gelangt an den berühmten Aussichtspunkt. Der Anblick ist wirklich atemberaubend. Die Formation der Steilwände, in deren Schutz sich die kleine Bucht gebildet hat, umgeben von türkis schimmernden Wasser. Wir verharrten einen Augenblick und ließen die Szenerie in voller Gänze auf uns wirken. Da wir bereits früh am Morgen gestartet waren, hatten wir den Platz für uns alleine und konnten dementsprechend in Ruhe den Ausblick genießen und ein paar Bilder knipsen. Linkerhand befindet sich ein kleiner Tempel, in dem Affen hausen, die in der morgendlichen Sonne umhertollten.

Wer oben am Aussichtspunkt steht, denkt sich unweigerlich, dass der Strand unten schon eine große Verlockung ist. Ein weißer, verlassener Sandstrand, türkises Wasser, umringt von steilen Felswänden. Doch der einzige Weg hinunter führt über eine steile und wackelige Treppe, teilweise ohne Geländer. Aus diesem Grund steht am Start des Pfades auch ein Warnschild, das beschreibt, dass sich der Abstieg nicht in einwandfreien Zustand befindet und das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt. Wir stiegen ein paar Stufen hinab, entschieden aber beide, Vernunft walten zu lassen und die Aussicht von oben zu genießen, denn hier gab es auch bereits einige Todesfälle!

Wer sich trotzdem wagt, sollte für den Abstieg circa 30 Minuten und den Aufstieg eine Stunde einplanen. Der Aufstieg kann allerdings zu einer echten Qual werden, da die Sonne erbarmungslos auf den Pfad schein und kein Schatten vorhanden ist. Also nehmt ausreichend Trinken mit und festes Schuhwerk ist natürlich Pflicht. Ihr solltet euch der Risiken aber bewusst sein! Aus diesem Grund empfehlen wir, das Panorama von oben zu genießen.

Nach einer Stunde, der Ausblick ist wirklich einzigartig, zogen wir weiter, denn wir hatten noch ein paar Stopps am heutigen Tag eingeplant. Der nächste auf der Liste war der Angels Billabong, was übersetzt so viel bedeutet wie Pool der Engel!




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