Gjirokastra

Bunter, alter Bazaar in der malerischen Stadt Gjirokastra.

Albanien besticht nicht nur durch seine Naturschönheit, sondern hat auch sehr reizvolle Städte. Vom Lengarica Canyon und den Benjë Quellen liegt Gjirokastra nur einen Steinwurf entfernt. Diese ist eine der ältesten Städte des Landes und seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe. Von der Weite betrachtet scheint die Stadt eher unauffällig, doch sie ist definitiv einen zweiten Blick wert!

Malerische Gassen im Basarviertel von Stadt Gjirokastra.
Verkaufsstände mit bunten Teppichen im alten Bazaar von Gjirokastra.
Traditionelle, albanische Häuser mit hohen Fenstern und Dächern aus Stein in einer Gasse in Gjirokastra.

Die Gassen bestehen aus traditionellen Häusern mit den für das Land im Balkan typischen, flachen Steindächern und hohen Fenstern. Wege aus Stein führen hinauf zum alten Bazaar, dem Herzstück Gjirokastras. Kleine Souvenirläden, Restaurants und Cafés zieren diesen Teil der Stadt und locken zahlreiche Besucher an. Unser erstes Ziel war allerdings die Burg, die hoch über der Stadt thront. Der Gebäudekomplex stammt aus dem 12. / 13. Jahrhundert, wurde aber ständig erweitert und angepasst. Hinauf führen verschiedene Wege und Treppen, nicht umsonst wird Gjirokastra auch die Stadt der tausend Stufen genannt. Am Burgtor angelangt, werden für eine Besichtigung der Anlage 400 Lek (~3,35 €) pro Person fällig. 

Frau sitzt im weißen T-Shirt mit Sonnenbrille auf einer Treppe im Schatten.
Gang ins Freie auf der Bug von Gjirokastra mit einer Kirche und Bergen im Hintergrund.

Danach gelangt ihr in einen angenehm kühlen Gang im Inneren des Bauwerks. In diesem reihen sich Kanonen und Equipment aus verschiedenen Kriegen aneinander. Details zu den jeweiligen Ausstellungsstücken könnte man im angrenzenden Museum erfahren, hier muss allerdings zusätzlich ein Eintritt von 200 Lek bezahlt werden. Wir verzichteten und schlenderten lieber weiter ins Freie der rund 500 Meter langen und 90 Meter breiten Verteidigungsfestung. Hoch über der Stadt hast du einen atemberaubenden Ausblick auf den Fluss Drino und die umliegenden Gebirge mit ihren bis zu 2.000 Meter hohen Gipfeln. Das machte die Anlage auch in der Vergangenheit zu einem strategisch wichtigen Posten.

Aussicht von Burg von Gjirokastra auf die Kirche, die umliegenden Berge und die kleine Tribüne.
Kanone auf der Aussichtsplattform der Burg von Gjirokastra mit Blick auf die Dächer der Stadt.
Altes Flugzeugwrack aus der 2. Weltkrieg in der Burg von Gjirokastra.

Etwas außerhalb der 2.000 Einwohner Stadt befinden sich die Überreste eines rund 10 Kilometer langen Aquädukts, dass die Burg mit Wasser versorgt hat. 1820 hat Ali Pascha, dessen Name uns bereits bei unserem Besuch in Kastro Anthoussa in Griechenland begegnet ist, den Bau beauftragt. Heute zeugt nur noch die gleichnamige Brücke davon. Wieder zurück im alten Basarviertel, entflohen wir bei einem kühlen Getränk der Hitze und betrachteten den Trubel. Es war erst Anfang Juni, doch es drängten sich bereits einige Reisegruppen durch die Stadt.

Die Brücke von Ali Pascha in den grünen Hügeln Albaniens nahe der Stadt Gjirokastra.

Wer seine Route durch Albanien plant, sollte der Stadt Gjirokastra und ihrer hochgelegenen Burg definitiv einen Besuch abstatten. Nach einem spannenden Bummel im Bazaar musste dringend eine Abkühlung her. Das Thermometer zeigte 37 Grad! Wir stiegen in unseren Bus, rollten aus der Stadt und unserem nächsten Ziel entgegen. Das Blue Eye, eine Quelle mit 10 Grad Wassertemperatur, perfekt!






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