Ehrenbürg - Fränkische Schweiz

Sonnenuntergang an der Ehrenbürg.

WANDERUNG EHRENBÜRG


GEHZEIT - 2 h

DISTANZ - 10,5 km

HÖHENUNTERSCHIED - + 360 m 

SCHWIERIGKEIT - einfach

STARTPUNKT - Wanderparkplatz Kirchehrenbach


Die Fränkische Schweiz ist für viele ein Begriff, doch woher stammt dieser Name und welche Sehenswürdigkeiten gibt es dort zu entdecken? Genau diesen Fragen waren wir auf der Spur. Nach einem entspannten Tag in Nürnberg zog es uns mit unserem alten VW-Bus in die Natur. Die Fränkische Schweiz befindet sich im Städtedreieck Nürnberg, Bayreuth, Bamberg und ist eine Touristenregion in Oberfranken. Der Name geht zurück ins 19. Jahrhundert und leitet sich von den Bergen, Tälern und Felsen ab, welche die damaligen Reiseschriftsteller stark an die Schweiz erinnerten.

Knappe 50 Kilometer von Nürnberg entfernt liegt am Fuße der Ehrenbürg der Ort Kirchehrenbach, der unseren ersten Ausgangspunkt für die Erkundung des Naturparks darstellte und als Tor zur Fränkischen Schweiz gilt. Am kostenlosen Wanderparkplatz sind zahlreiche Stellplätze vorhanden, allerdings kann es zur Mittagszeit doch etwas voll werden. Direkt hier beginnt eine Vielzahl an Wanderungen rings um und auf die Ehrenbürg. Diese wird im Volksmund auch Walberla genannt und ist ein markanter Tafelberg mit den beiden Gipfeln Walberla und Rodenstein. 

Plateau auf der Walberla mit der Kapelle im Vordergrund.

Für unsere Tour biegst du nach dem Parkplatz links auf einen kleinen Waldweg ab und innerhalb von 20 Minuten führt dieser steil hinauf auf die Ehrenbürg. Oben angekommen fällt der Blick zunächst auf die Sankt-Walburgis-Kapelle, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Wendet man sich links, erreicht man nach ein paar hundert Metern den 512 Meter hohen Walberla, auf dessen Plateau sich ein herrlicher Ausblick auf Kirchehrenbach, die umliegenden Felder und Kirschbäume ergibt. Die Fränkische Schweiz zählt mit seinen 200.000 Kirschbäumen zum größten geschlossenen Anbaugebiet Deutschlands.

Ausblick auf die umliegenden Felder, Dörfer und Felsen am Ehrenbürg.

Dem Rand der Ehrenbürg folgend, erhascht du immer wieder einen Blick auf die einzigartigen Felssäulen, wie zum Beispiel der Steinernen Frau. Folgt man den kleinen Trampelpfaden gelangt man in eine Senke, in dieser kannst du den Tafelberg noch aus einer weiteren interessanten Perspektive betrachten. Anschließend muss ein erneuter kurzer Anstieg mit Treppenstufen hinauf zum 530 Meter hohen Rodenstein gemeistert werden. Oben angekommen weitet sich der Blick erneut auf die umliegenden Dörfer, wie zum Beispiel Wiesenthau mit dessen alten Schloss mitten im Ort. 

Blühende Kirschbäume mit der Ehrenbürg und aufsteigenden Gleitschirmfliegern im Hintergrund.

Ab hier geht es nur noch abwärts, durch einen wunderschönen Buchenwald, vorbei an blühenden Kirschbäumen und dem Ort Leutenbach. Vom Weg aus öffnet sich immer wieder der Blick auf die Ehrenbürg mit den atemberaubenden Felsformationen, die der Region ihren Namen verliehen. An schönen Tagen, an denen die Thermik geeignet ist, fliegen außerdem Gleitschirmflieger um das Tor der Fränkischen Schweiz. Der Rundweg endet wieder im Ort Kirchehrenbach und am Wanderparkplatz lädt ein kleines Kneippbecken zur Abkühlung und Erfrischung ein. 

Sonnenuntergang an der Ehrenbürg.

Nach einem entspannten Tag marschierten wir erneut auf die weithin sichtbare Anhöhe. Wir ließen den Abend am Walberla ausklingen, genossen ein Bier, beobachteten die vorbeiziehenden Wolken und wärmten uns an den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur Burg Neideck, einer Ruine in der Nähe des Ortes Streitberg. Auch dort erwartete uns eine spannende Wanderung durch die malerische Landschaft der Fränkischen Schweiz.




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