Didyma Cave - Peloponnes

Drohnenaufnahme eines großen, kraterförmigen Loches mit dichten Wäldern.

Didyma Cave - der Eingang zu Hades und die Herberge des Zyklopen, der Odysseus bedrohte. Klingt nach vielen Mythen und genau richtig für uns, denn seit einiger Zeit beschäftigen wir uns intensiv mit der griechischen Mythologie. Aus diesem Grund führte unser Weg von Nafplio, einer der schönsten Städte Griechenlands nach Didyma, einem kleinen Ort im Landesinneren der Region Argolis.

Drohnenaufnahme der Dolinen von Didyma untertags.

Der kurvigen, zum Teil mit Schlaglöchern übersäten Straße folgten wir bis zum Rand der Stadt Didyma. Kurz vor deren Toren, weist ein kleines braunes Schild auf die riesigen Krater hin. Einmal scharf rechts abbiegen und nach einigen Hundert Metern Schotterweg gelangst du zum Parkplatz und der ersten Doline, der kleineren von beiden. Im ersten Moment könnte man meinen, dass dieses riesige Loch mit einem Durchmesser von circa 100 Metern durch einen Meteoriten entstanden ist. Doch dem ist nicht so. Das Gestein wurde unterirdisch unterspült, die daraus entstehende Höhle stürzte irgendwann ein und zurück blieben die Krater ähnlichen Formen.

Drohnenaufnahme von einen mit Bäumen bewachsenen Loch.
Der Eingang zu den Dolinen von Didyma mit einer steilen Treppe hinab.

Der Eingang der ersten Doline ist nicht zu übersehen. Ein schmiedeeisernes Tor und weiße Stufen weisen den Weg hinab. Diese führen unterirdisch zum Grund und auch der Kopf sollte besser eingezogen werden. Nach wenigen Tritten erreichten wir auch schon den Boden, um uns herum bauten sich die hohen Wände auf. Komplett von der Außenwelt abgeschieden drang kein Geräusch hinein, nur die Vögel und den Wind konnten wir rauschen hören. Und noch eine Besonderheit wartete hier auf uns, denn im 14. Jahrhundert erbauten Mönche kleine Kirchen in den Krater. Diese wurden in die steinigen Wände des Kraters gebaut und sind kaum mehr als eine kleine Abstellkammer mit Bildern, Kerzen und Kreuzen.

Ausblick vom Kraterrand auf das Innere der Dolinen von Didyma.
Frau wandert einen steinigen Weg durch die Dolinen von Didyma.
Eine kleine weiße Kirche wurde in den Fels erbaut.

Nach einiger Zeit und einer kompletten Umrundung zog es uns wieder hinauf, denn wir wollten natürlich auch den größeren der beiden Dolinen bestaunen. Bereits bei der Anreise sticht dieses ungewöhnliche Naturwunder einem sofort ins Auge. Mit einem Durchmesser von 165 Metern ist es auch schwer zu übersehen. Dem Schotterweg folgend erreichst du nach weiteren Hundert Metern das Loch. Der Weg führt das letzte Stück über größere Steine und plötzlich stehst du am Rand. Wir staunten nicht schlecht, steile hohe Wände türmten sich auch hier wieder gen Himmel, Vögel zogen ihre Kreise, ansonsten war es totenstill.

Der Schotterweg führt zu der größeren Doline, umgeben von blühenden Bäumen.
Drohnenaufnahme der größeren Doline untertags.

Odysseus Zyklopen haben wir nicht zu Gesicht bekommen, dennoch sind die Didyma-Caves auf jedenfall einen Besuch wert! Auf dem Rückweg trafen wir weitere Reisende, die uns noch einen Tipp mit auf den Weg gaben. Ganz in der Nähe befindet sich das Saladi Beach Hotel, eine Lost Place, direkt am Meer. Und da wir eh noch auf der Suche nach einen geeigneten Stellplatz für die Nacht waren, zögerten wir nicht lange!





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